Louisenlund ist ein besonderes kulturhistorisches Gebiet auf Bornholm, in dem ein kleiner Laubwald eine der größten Ansammlungen von Bautasteinen der Insel beherbergt. Zwischen den Bäumen stehen etwa 50–53 aufgerichtete Steine, einige bis zu 2,5 Meter hoch, verteilt über ein Gebiet, das heute ruhig und fast zufällig wirkt – und dennoch Spuren einer weit älteren Geschichte in sich trägt.
Die Steine wurden vermutlich in der Bronzezeit oder Eisenzeit errichtet, doch der Ort wurde nie archäologisch untersucht, weshalb die genaue Herkunft unbekannt ist. Viele der Bautasteine werden mit Grabplätzen oder Erinnerungsmalen für Verstorbene in Verbindung gebracht, wie es auch von anderen Orten auf Bornholm und in Skandinavien bekannt ist.
Heute stehen die Steine im Wald, doch vieles deutet darauf hin, dass sie ursprünglich in einer offenen Landschaft errichtet wurden, wo sie weithin sichtbar waren. Im Laufe der Zeit sind einige verschwunden oder versetzt worden, und an einzelnen Stellen lässt sich noch erahnen, wo früher weitere Steine standen.
Louisenlund erhielt seinen Namen im 19. Jahrhundert, als das Gebiet von König Friedrich VII. erworben und nach seiner Ehefrau Louise Danner benannt wurde.