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Begib dich auf eine lebendige Reise zurück ins 14. Jahrhundert, wenn einer der Vermittler des Bornholms Middelaldercenter dich durch das Dorf führt und die Tür zu einer Welt voller Menschen, Handwerk und Geschichten öffnet. Bei der Führung stehen nicht große Inszenierungen im Mittelpunkt, sondern die Geschichten, durch die die Gebäude und Menschen der Vergangenheit vor deinem inneren Auge lebendig werden.
Gemeinsam mit dem Vermittler besuchst du die verschiedenen Häuser und Werkstätten des Dorfes. Hier erfährst du mehr über das Leben des Schmieds, des Töpfers und der Färberin sowie über Gemeinschaft und Feste im Gildehaus. Ausgehend von der authentischen Umgebung werden der Alltag, die Arbeit und die Menschen lebendig, die einst genau hier hätten leben können.
Die Führung führt dich außerdem hinter die Palisade zum beeindruckenden befestigten Herrenhof, in dem die gesellschaftliche Elite lebte. Hier entdeckst du das Brat- und Kochhaus sowie den prächtigen Saal, dessen Wandmalereien von der Ausschmückung der Rundkirche von Østerlars inspiriert sind. Dazu kommen das Andachtshaus und der friedliche Mönchsgarten mit Heilkräutern und medizinisch genutzten Pflanzen, während der Vermittler von Glauben, Macht, Ernährung, Krankheiten und dem Alltag auf dem mittelalterlichen Bornholm erzählt.
Unterwegs erhältst du faszinierende Einblicke in die Unterschiede zwischen Arm und Reich, in das damalige Handwerk und in die vielen kleinen und großen Geschichten, die gemeinsam das Leben in einem mittelalterlichen Dorf prägten. Umgeben von geteerten Holzbauten, Kräutergärten und historischen Kulissen wirkt die Vergangenheit plötzlich ganz nah und lebendig.
Diese Führung ist die ideale Einführung in das Bornholms Middelaldercenter und bietet Kindern wie Erwachsenen eine lebendige, sinnliche und zum Nachdenken anregende Begegnung mit dem Leben, wie es vor fast 700 Jahren ausgesehen haben könnte.


Wie fühlt es sich an, einen mittelalterlichen Bogen in den Händen zu halten? Im Bornholms Middelaldercenter können Kinder und Erwachsene das Bogenschießen auf dem Schießplatz ausprobieren, begleitet von einem Vermittler. Hier kannst du selbst den Bogen spannen, zielen und erleben, wie viel Konzentration und Kontrolle für einen guten Schuss erforderlich sind.
Der Bogen gehört zur Geschichte der mittelalterlichen Waffen. Um das 14. Jahrhundert, die Zeit, die der befestigte Herrenhof des Zentrums repräsentiert, begann die Armbrust in Dänemark die Rolle des Bogens als Kriegswaffe zu übernehmen. Auf dem Bogenschießplatz kannst du jedoch die ältere Waffenart selbst ausprobieren und ein konkretes Gefühl dafür bekommen, wie anspruchsvoll ihre Handhabung war.
Während des Mittelaltertreffens in Woche 29 kannst du außerdem Bogenbauer kennenlernen und mehr über das Handwerk hinter der Waffe erfahren. Die Bogenschützen bauen ihre eigenen Bögen und geben auf dem Schießplatz gerne Tipps – ein zusätzliches Erlebnis für alle, die neugierig darauf sind, wie ein Bogen entsteht.
Eine Aktivität, bei der du selbst mitmachst und mit dem Bogen in der Hand ein kleines Stück Mittelalter erleben kannst.


„Das ist verdammt gefährlich!“ Damit ist der Ton gesetzt, wenn die Vermittler des Bornholms Middelaldercenter das Publikum mit in die mittelalterliche Welt von Schwarzpulver und Kanonen nehmen. Die Sprache ist direkt, der Humor ansteckend, und Kinder wie Erwachsene werden schnell Teil der Vorführung.
Gleichzeitig steckt hinter dem Spaß jede Menge Geschichte und fundierte Vermittlung. Die furchteinflößenden Schwarzpulverwaffen werden zum Leben erweckt, während sich der Geruch von Schwefel und Pulverdampf in der Luft ausbreitet und die Spannung langsam bis zu dem Knall steigt, den man im Boden und im Brustkorb spüren kann.
Du siehst, wie die Kanone geladen wird, und erfährst dabei mehr über die frühen Feuerwaffen, die die Kriegsführung für immer veränderten. Die Vermittler erzählen von der Geschichte der Waffen, von den Funden, auf denen die Rekonstruktionen beruhen, und von einer Technik, die Menschen schon vor mehr als 500 Jahren beeindruckte, erschreckte und faszinierte.
Die Kanone des Zentrums ist die Nachbildung einer Schiffskanone aus der Zeit um 1400, die im Meer vor Anholt gefunden wurde. Gleichzeitig nimmt sie einen ganz besonderen Platz in der eigenen Geschichte des Bornholms Middelaldercenter ein. Noch bevor die Häuser des Dorfes und der befestigte Herrenhof entstanden, begann alles mit einer reisenden Kanone und einer Gruppe von Geschichtsbegeisterten.
Wenn sich die Lunte dem Zündloch nähert, steigt die Spannung im Publikum. Ein Feuerblitz, eine dichte weiße Rauchwolke und ein donnernder Knall vermitteln sehr unmittelbar, welche Wirkung mittelalterliche Schwarzpulverwaffen hatten. Das ist Geschichte, die man nicht nur sieht und hört – man spürt sie.
Nach der Abfeuerung hast du die Möglichkeit, die Waffen aus der Nähe zu betrachten und den Vermittlern Fragen zu mittelalterlichen Schwarzpulverwaffen und ihrer Verwendung zu stellen.
Zusätzliche Schießerlebnisse in den Schulferien: In ausgewählten Ferienzeiten werden außerdem handgehaltene Hakenbüchsen vorgeführt. Sie geben ihre eigenen eindrucksvollen Salutschüsse ab und vermitteln einen noch besseren Einblick in die Feuerwaffen des Mittelalters.


























































